| Flagteam verpasst Einzug ins Finale |
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| Geschrieben von: wildcats | |||
| Dienstag, den 19. Juli 2011 um 07:42 Uhr | |||
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War am Ende der Druck zu groß? Jedenfalls verpasste das Flagteam der Kirchdorf Wildcats den Einzug ins Bayernfinale. Nachdem es lange Zeit so aussah, dass mangels Ausrichter die für dieses Jahr erstmals geplanten Halbfinalturniere doch nicht stattfinden würden, und damit - wie in den Jahren zuvor - die Gruppenersten aus den Vorrunden ihren Platz im Turnier um den Meistertitel sicher hätten, folgte vor wenigen Wochen die Nachricht, dass sich nun doch Spielstätten gefunden hätten. Durch die sehr späten Vorrundentermine im Norden Bayerns war die definitive Einteilung und Paarung erst eine knappe Woche vor den Halbfinalterminen bekannt. Leider führte diese sehr kurzfristige Terminplanung ( und nicht zuletzt die Überschneidung mit dem Finale der Football-WM in Wien ) dazu, dass das Wildcats Flagteam auf etwa ein Drittel seiner Spieler verzichten musste, als man am 16.Juli in Plattling antrat.
Die Kirchdorfer trafen auf den Zweitplatzierten der Gruppe Mitte, die Erding Bulls. Der Sieger dieser Begegnung würde ins Finale einziehen. Dass die Erdinger ernstzunehmende Gegner sein würden, wusste man schon im Vorfeld, nachdem sie in der Vorrunde nur knapp hinter den Dauerfavoriten Fürstenfeldbruck lagen. Und so war das Team der WIldcats deutlich angespannter als sonst, hing doch alles von diesem einen Spiel ab. Vielleicht war das der Grund dafür, dass die Kirchdorfer Offense nicht so recht in Schwung kam und Fehler passierten, die man von dieser Mannschaft bisher so nicht gesehen hat. Die Erding Bulls ihrerseits konnten sich zwar im Laufspiel gegen die Defense der Wildcats nicht so recht durchsetzen, erzielten aber immer wieder großen Raumgewinn durch ihre gut funktionierenden Pässe. Mit zwei Touchdowns und zwei gültigen Two-Point-Conversions gingen sie mit einem 16:0 in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte fand die Kirchdorfer Offense mehr und mehr ins Spiel zurück, aber vermochte trotz einiger guter Aktionen nicht punkten, da sie sich einer überaus wachsamen Erdinger Verteidigung gegenübersah. Die Abwehr der Wildcats tat ihr Möglichstes, aber nach weiteren zwei Touchdowns und einem Safety endete die Partie mit einem klaren 34:0 für die Erding Bulls. "Die Bulls waren heute eindeutig das bessere Team und haben verdient gesiegt," meinte Headcoach Maxi Meßner im Anschluß. "Bei uns sind heute einfach zu viele Fehler passiert, als dass wir das Spiel noch drehen hätten können. Das Potential wäre in unserem Team da, aber man verliert oder gewinnt halt eben zu einem guten Teil im Kopf." Wie sehr das wohl auf dieses Turnier zutrifft, zeigte das zweite Spiel der Wildcats gegen den letztjährigen Bayrischen Meister Nürnberg Rams. Losgelöst von jeglichem selbstverordneten Erfolgsdruck spielte das Flagteam aus Kirchdorf munter drauf los und zeigte, was in ihm steckt. Plötzlich funktionierte wieder alles. Die Defense machte von Anfang massiven Druck auf den gegnerischen Angriff und ließ kaum Raumgewinn zu, die Offense glänzte gleich im ersten Drive mit einem 40 yards run in die Endzone durch Max Enggruber, und zusammen mit einem vorbildlichen Kick durch Manuel Obermaier ergab das die ersten sieben Punkte. Wenig später konnten die Nürnberger zwar auf ein 7:6 verkürzen, aber gleich der nächste Drive brachte den Wildcats den nächsten Touchdown und einen Halbzeitstand von 14:6.
Gleich zum Auftakt brachte Florian Sulzmaier die Wildcats durch einen weiten Kick-Off Return in eine gute Ausgangsposition, eine Chance, die die Offense nicht ungenutzt ließ und den Vorsprung zum 21:6 ausbaute. Die Defense leistete gute Arbeit, die Linebacker setzten durch ihre ständigen Blitzs den gegnerischen Quarterback massiv unter Druck. Wieder in Ballbesitz, setzten die Wildcats nochmal einen Touchdown drauf und stellten die Anzeigetafel damit auf ein komfortables 28:6. Da konnte man auch hinnehmen, dass es den Nürnbergern im nächsten Drive gelang, den Ball in die Endzone der Wildcats zu tragen und mit einer Two-Point-Conversion auf 28:14 zu verkürzen. Ein unschönes Zwischenspiel lieferte noch der Headcoach der Nürnberg Rams, als er Kirchdorfer Spieler und Coaches und schließlich auch den Schiedsrichter lautstark beschimpfte. Dieser reagierte mit einer verdienten 15 yards Strafe wegen unsportlichen Verhaltens an der Sideline. Zum Schluß ließ Kirchdorfs Quarterback Lukas Anzeneder einen 30 yards Pass auf Josef Hitzenauer raus, der seinerseits mit einem run über weitere 30 yards die verbleibende Distanz zur Endzone der Rams zurücklegte und damit einen weiteren Touchdown erzielte. Schließlich gingen die Wildcats mit einem 35:14 vom Platz und hatten so - zumindest für sich und ihre angereisten Fans - die Niederlage im ersten Spiel wettgemacht. "Wir haben zwar den Einzug ins Finalturnier nicht geschafft, " so Defense Coordinator Sinan Günaltay. "Das ist zwar schade, denn ich weiß, dass wir uns heute zu Anfang unter Wert verkauft haben. Wir hätten im Finale sicher mitmischen können. Aber andererseits haben wir mit diesem größtenteils sehr jungen Team wirklich einiges geschafft, mehr, als viele zu Anfang der Saison geglaubt hatten. Wir sind jedenfalls auf dem richtigen Weg, was unsere Jugendarbeit angeht, und wenn diese Jungs in ein paar Jahren in der Jugend und nochmal ein paar Jahre später bei den Seniors spielen, dürfen sich unsere Gegner auf etwas gefasst machen."
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